Ausgangslage

 
Die zunehmende Internationalisierung von Wirtschaftsbeziehungen und die immer stärkere Konkurrenz im produzierenden Bereich aufgrund der wachsenden Verbreitung technologischen Know-hows sind dafür maßgeblich, dass die Entwicklung und Herstellung innovativer Produkte (inkl. ergänzender Dienstleistungen) nur für einen begrenzten Zeitraum ein Alleinstellungsmerkmal bildet. Häufig sind ausländische Anbieter in der Lage, das notwendige Fertigungs-Know-how relativ schnell zu generieren und aufgrund der meist sehr viel niedrigeren Arbeitskosten vergleichbare Produkte wesentlich günstiger am Markt anzubieten. Neue, immer umfassendere Möglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien, in deren Folge nationale Standortvorteile immer weiter abgebaut werden, verschärfen die Problematik. Die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere kleiner- und mittelständischer Unternehmen (KMU) wird daher entscheidend dadurch beeinflusst, welchen Nutzen ihre Produkte den Kunden bieten.

Über das eigentliche Produkt hinaus werden zukünftig verstärkt Services und komplementäre Dienstleistungen nachgefragt werden. Konzepte einer Ausrichtung von Unternehmen zur Optimierung einer integrierten Produkt- und Dienstleistungsentwicklung sollten insbesondere nachfolgenden Bereichen eine besondere Aufmerksamkeit widmen:

  • Das "gesamte Produkt" bzw. besser "die Problemlösung" ist konsistent auf Kundenbedürfnisse auszurichten.
  • Eine den Anforderungen angepasste methodische und organisatorische Unterstützung muss vorhanden sein.
  • Die Prozesse zur Erbringung von Dienstleistungen müssen adäquat festgelegt werden.
  • Die Mitarbeiter sind den Anforderungen entsprechend zu qualifizieren (und motivieren).

    Die Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens sind neben der Effektivität und Effizienz seiner Mitarbeiter sowie dessen Organisationsstrukturen von der Fähigkeit abhängig, schnell auf notwendige Veränderungen zu reagieren. Durch eine Neuausrichtung auf beteiligungsorientierte Organisationskonzepte, soll die Basis zur Entwicklung innovativer Dienstleistungen geschaffen werden.

    Angesichts der noch vergleichsweise geringen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen Themen sind die Inhalte der Forschungsvorhaben in der Fokusgruppe besonders für viele klein- und mittelständische deutsche Unternehmen von hoher praktischer Relevanz. Sie verfügen häufig nur über sehr begrenzte Ressourcen und können diese Herausforderungen ohne geeignete Hilfestellungen nur schwer bewältigen. Die Instrumente, die im Zuge der Verbundvorhaben entwickelt und auf ihre praktische Anwendbarkeit getestet werden sollen, haben das Ziel Unternehmen zu unterstützen, den aktuellen Wandel auf den Märkten zu meistern.